Lehre

Einzigartig, der Safety Mindset – die Grundlage für den sicheren Betrieb jeder Industrieanlage.

Die Professoren Jürgen Schmidt und Jens Denecke lehren an den Universitäten Karlsruhe (Karlsruhe Institut für Technologie) und Kaiserslautern sowie der Hochschule für Applied Science in Karlsruhe.

Professor Schmidt lehrt seit 2002 Prozess- und Anlagensicherheit. Die Vorlesung ist in 6 Module gegliedert. Sie bieten den Studenten einen detaillierten Einblick in die Grundlagen der Sicherheitstechnik und formen den „Technical Safety Mindset“ – die Basis für sicherheitstechnische Aufgaben in der Industrie.

Die theoretischen Grundlagen werden zusätzlich in einer Exkursion praxisnah vertieft. Die Studierenden können den Vorlesungsinhalt anhand eines realen Beispiels festigen und erhalten Einblick in industrietypische Schutzkonzepte.

Vorlesungsübersicht

Vorlesung 1: Risikomanagement

Die Studierenden lernen Gefahren anhand einer technischen Risikoanalyse einzustufen und Risiken quantitativ, sowie qualitativ einzuschätzen (HAZOP/PAAG, QRA). Dabei wird ein Anlagensicherheitskonzept erstellt und bewertet unter Anwendung der Störfallverordnung (Layer of Protection).

Vorlesung 2: Gefahrstoffe und gefährliche chemische Reaktionen

Die Wirkungen von toxischen Stoffen, ihre Einstufung und das in den Verkehr bringen sind wesentliche Lehrinhalte (CLP, REACH, Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung). Darüber hinaus werden die Bewertung von exothermen chemischen Reaktionen und die experimentellen Methoden zur Bestimmung der Exothermie beschrieben (Adiabatic Calorimetry, DSC).

Vorlesung 3: Sicherheitseinrichtungen und Rückhaltesysteme

Bauarten und Einsatzbereiche von Sicherheitseinrichtungen sowie die Funktion und die Charakteristiken von Sicherheitsventilen stehen im Fokus (Sicherheitsventile, Berstscheiben, Belüftungsarmaturen, Einphasen- / Zweiphasenströmungen).
Rückhaltesysteme, wie Zyklonabscheider und Schwerkraftabscheider sowie Notkühlungen und Stoppersysteme werden beurteilt (Abscheider, Zyklone, Catch Drum, Quenche, Tauchungen).

Vorlesung 4: Ausbreitungsrechnung und PLT-Schutzeinrichtungen

Die gefahrlose Ausbreitung von Schadstoffen und die Bewertung von Explosionen im Nahbereich werden an Beispielen erarbeitet (Störfallbeurteilungswerte IDLH, ERPG, AEGL).
Die Klassifikation von PLT-Einrichtungen und PLT-Schutzeinrichtungen und moderne PLT-basierte Schutzkonzepte sind Thema des Moduls (SIL, common cause failure).

Vorlesung 5: Explosionsschutz und Elektrostatic

Im Explosionsschutz werden Ursachen und Schutzmaßnahmen aufgezeigt mit einem Schwerpunkt bei den elektrostatischen Aufladungen (UEG, OEG, Entladungsformen).

Vorlesung 6: Exkursion

Alle Sicherheitsmaßnahmen, die in der Theorie besprochen und ausgelegt wurden, werden in der Praxis an einer Seveso III regulierten Anlage einer Chemiefirma besichtigt.

Vorlesung 1

Risikomanagement

Die Studierenden lernen Gefahren anhand einer technischen Risikoanalyse einzustufen und Risiken quantitativ, sowie qualitativ einzuschätzen (HAZOP/PAAG, QRA). Dabei wird ein Analgensicherheitskonzept erstellt und bewertet unter Anwendung der Störfallverordnung (Layer of Protection).

Vorlesung 2

Gefahrstoffe und gefährliche chemische Reaktionen

Die Wirkungen von toxischen Stoffen, ihre Einstufung und das in den Verkehr bringen sind wesentliche Lehrinhalte (CLP, REACH, Chemikaliengesetz, Gefahrstoffverordnung). Darüber hinaus werden die Bewertung von exothermen chemischen Reaktionen und die experimentellen Methoden zur Bestimmung der Exothermie beschrieben (Adiabatic Calorimetry, DSC).

Vorlesung 3

Sicherheitseinrichtungen und Druckentlastung

Bauarten und Einsatzbereiche von Sicherheitseinrichtungen sowie die Funktion und die Charakteristiken von Sicherheitsventilen stehen im Fokus (Sicherheitsventile, Berstscheiben, Belüftungsarmaturen, Einphasen- / Zweiphasenströmungen).

Vorlesung 4

Rückhaltesysteme und Ausbreitungsrechnung

Rückhaltesysteme, wie Zyklonabscheider und Schwerkraftabscheider sowie Notkühlungen und Stoppersysteme werden beurteilt (Abscheider, Zyklone, Catch Drum, Quenche, Tauchungen).
Die gefahrlose Ausbreitung von Schadstoffen und die Bewertung von Explosionen im Nahbereich werden an Beispielen erarbeitet (Störfallbeurteilungswerte IDLH, ERPG, AEGL).

Vorlesung 5

PLT-Schutzeinrichtungen und Explosionsschutz

Die Klassifikation von PLT-Einrichtungen und PLT-Schutzeinrichtungen und moderne PLT-basierte Schutzkonzepte sind Thema des Moduls (SIL, common cause failure).
Im Explosionsschutz werden Ursachen und Schutzmaßnahmen aufgezeigt mit einem Schwerpunkt bei den elektrostatischen Aufladungen (UEG, OEG, Entladungsformen).

Vorlesung 6

Exkursion

Alle Sicherheitsmaßnahmen, die in der Theorie besprochen und ausgelegt wurden, werden in der Praxis an einer Seveso III regulierten Anlage einer Chemiefirma besichtigt.

Weitere Informationen sowie die Termine der Vorlesung finden Sie hier:

Universität Karlsruhe (KIT)
Technische Universität Kaiserslautern

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